Donnerstag, 16. Mai 2013

Check - Suicide Commando - IIXIII - when evil speaks



Check - Suicide Commando - IIXIII - when evil speaks Johan Van Roy ließ seine Fangemeinde lange warten. Seit 2006 „bind, torture, kill“ erscheint jetzt mit „when evil speaks“ sein 8. Studioalbum. Durch die langen Schaffenspause sind die Erwartungen an sein neues Werk entsprechend hoch. Bereits seit 1988 im Geschäft gehört Suicide Commando zu den Pionieren im Bereich EBM, Elektro-Industrial und gilt vor allem im Bereich Aggrotech als Mitbegründer. Doch wieder einmal kommt es anders als erwartet. Wer tanzbaren Aggrotech a la „Fuck you Bitch“ erwartet hat wird enttäuscht sein. Lediglich der Track „attention whore“ fällt in diese Kategorie und hat das Potential als Clubhit. Gut gelungen auch der Titelsong „when evil speaks“. Ansonsten wird das Album vielmehr seinem Titel gerecht. Düster - sphärisch „Monster“ und enorm vielschichtig sind die Tracks ohne weitere Highlights stilistisch an Old School EBM angelehnt. Man muss sich alles schon mehrfach anhören bevor der Knoten platzt. Dann bieten die Songs aber enorme Tiefe und viel Potential um musikalisch und thematisch in die Abgründe der menschlichen Psyche einzutauchen.....wenn man das denn will.
Interessant nebenbei finde ich die Ähnlichkeiten zu diversen Songs von Wumpscut. „cut bleed eviscerate“ ist solch ein Beispiel und könnte genauso gut von Rudolf Ratzinger stammen. Mein Fazit: enorm vielschichtig – düster - sphärisch bis hin zu energiegeladen tanzbar bleibt Johan Van Roy seinem Stil treu. Allerdings bietet dieses Album wenig Herausragendes und ist daher eher eingefleischten Suicide Commando Fans zu empfehlen. (6/10) Janus Cyberblog