Freitag, 29. März 2013

E-tropolis Festival 23.3.2013 Berlin, Columbiagelände

Bericht zum III E-tropolis Festival 23.3.2013 Berlin, Columbiagelände

Direkt am alten Flughafen Tempelhof gelegen befindet sich das ehemalige Freitzeitgelände der US Air Force. Wo einst die Amerikaner Kino und Sportevents besuchten trafen sich am Samstag, 23.3.13. die Fans von Electro und EBM Musik zum 3. E-Tropolis Festival.

Auf zwei Bühnen, der C-Hall und im C-Club startete ab 14:50 das Live Programm von DAF , WELLE ERDBALL, NACHTMAHR, LEÆTHER STRIP, DIORAMA, GRENDEL, NOISUF-X, MELOTRON, SOLAR FAKE, WINTERKÄLTE, [X]-RX, AUTODAFEH, und CENTHRON. Headliner und Abschluss war gegen 1h COVENANT.
Anschließend wurde im C-Club noch bis 3h die Aftershow Party gefeiert.

Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. Für die Jahreszeit viel zu kalt mit nachts bis zu -10 C machte es nicht so richtig Freude sich im Freien aufzuhalten. Entsprechend schlecht dürften auch die von der Anzahl überschaubaren Gastrostände und Händler abgeschnitten haben. Hätte es Glühwein gegeben wäre das Weihnachtsmarktfeeling perfekt gewesen ;-) Draußen frönten nur Raucher ihrer Sucht, man kaufte sich schnell was zu futtern oder überquerte eilig den Platz zwischen C-Hall und C-Club um von einem Event zum nächsten zu wechseln. Schade, denn das Gelände hätte bei angenehmen Temperaturen mehr hergegeben.
Zukünftig kann man nur empfehlen, wenn das nächste E-Tropolis wieder im Frühling stattfindet, dann doch besser im April oder Mai. Organisiert wurde das Festival von Protain/Amphi GmbH gewohnt professionell. Alles war gut erreichbar, nicht überfüllt, Toiletten ok und wahrnehmbar viel Security. Mir fehlte im Vergleich mit anderen Festivals etwas die Vielfalt bei den Besuchern. Klar mehr oder weniger schwarz war zu erwarten aber die sonst so interessanten optischen Highligts waren rar gesät.
Ich spreche da von aufwendigen Styles - Cyber Outfits oder Uniformen, obwohl das thematisch durchaus zu der Musik gepasst hätte. Mit meinem Outfit war ich hier im Cyber Look absolut die Ausnahme, bei anderen Festivals hingegen falle ich kaum auf. Das ist insofern schade, da das Publikum neben der Musik einen wesentlichen Teil zum Gesamtbild einer Veranstaltung beiträgt und somit auch das Flair ausmacht. Natürlich stand die Musik im Vordergrund, und hier wurde einiges geboten. Leider war es mir aufgrund der zeitlichen Überschneidungen bzw. dem Programm auf zwei Bühnen nicht möglich alle Acts mitzzuerleben.  Centhron habe ich leider komplett verpasst. Aber ich erinnere mich an einen ihrer letzten Auftritte. Die Jungs reißen mit Ihren Songs richtig mit.[X]-RX diesmal relativ unblutig legte das Duo mit Pascal Beniesch und Jan Teutloff eine solide Performance hin und begeisterten das Publikum mit ihren tanzbaren Beats.

 
Die ideale Aufwärmung für Noisuf-X die direkt im Anschluss im C-Club folgten.  Viel Live- Performance hat Jan L. nicht zu bieten, alles kommt aus der Konserve. Trotzdem sind seine Tracks, viele vom neuen Album wie "Warning" oder "scary looking Thing", einfach derart mitreißend, das der Saal komplett dem Noisuf-X Rhythmus verfiel. Tolle Stimmung, tolle Beats.

 
Anschließend folgte Melotron mit viel Harmonie und Melodie. Richtig schön zu hören und etwas auszuruhen. Ein absolutes Highlight war zum Abschluss sicherlich ihr Song "Stuck In The Mirror" vom neuen Album.

 
Einen kurzen Abstecher schaffte ich dann noch zu Welle Erdball in die C-Hall. So richtig warm werde ich mit dieser Band jedoch nicht. Die Shows sind zwar immer recht ansprechend aber so richtig bewegt mich das Gesamtkonzept aus Musik und visuellen Eindrücken nicht. Dennoch hat die Band viele Fans die gerade das schätzen.

 
Wieder im C-Club starteten gerade Grendel ihre Performance. Energiegeladen und kaum zu bremsen absolvierten VRLK, M4RC und MRK0 ihr Programm. Highlights waren dabei sicherlich "zombienation", "timewave zero" und natürlich "dirty".

 
Nach technischen Problemen beim Umbau und dadurch kurzer Verzögerung war Diorama an der Reihe. Torben Wendt performte wie gewohnt emotional seine Songs. Leider begann er mit vielen seiner neuen Stücke, die ich nur bedingt für Festival geeignet halte. Da ich Covenant nicht verpassen wollte konnte ich nicht auf seine starken Hits warten.

 
Daher wechselte ich ein weiteres Mal in die C-Hall um den Headliner Covenant mitzuerleben. Und das war richtig gut. Von Lied zu Lied steigerten sich die Schweden die mittlerweile fast 20 Jahre im Geschäft sind und ein entsprechendes Repertoire an Hits mitbringen. "Lichtbringer", "Beat the Noise", "Ritual Noise" und zum Abschluss "We stand Alone" sind nur einige Beispiele. Wow, das war richtig gut.

 
Abschließend tanzten wir noch bis zum Ende gegen 3h auf der Aftershow Party im C-Club zu DJ UDO WIESSMANN(WINTERKÄLTE)und DJ MSTH (NACHT DER MASCHINEN / FF-M In Summe war das E-tropolis vorwiegend aufgrund der Bands die Reise wert. Bei besserem Wetter wäre mein Eindruck über das Festival als Ganzes sicherlich noch etwas positiver ausgefallen. Und jetzt ..... freue ich mich schon auf das Amphi 2013 im Juli in Köln!

Janus Cyberblog

Donnerstag, 21. März 2013

Check - Mesh - Automation Baby



Check - Mesh - Automation Baby
Gegründet wurde Mesh im Jahr 1991 von Mark Hockings und Richard Silverton. Seither hat sich die Band stetig weiterentwickelt und ist zu einer festen Größe in der Alternative Syntpop Szene geworden. Mit “Automation Baby“ schafft das Duo aus Bristol endgültig den Schritt aus dem Schatten ihrer Vorbilder DM. Das lang erwartete neue Album bleibt einerseits dem gewohnten Stil der Band treu und stellt dennoch mit vielen neuen Einflüssen eine deutliche Weiterentwicklung dar.

 Das Album ist sehr abwechslungsreich, melodiös, hat tolle Beats, gute Texte, ist harmonisch und ausgewogen ohne langweilig zu sein. Fast jedes Lied hat Ohrwurmcharakter. Einfach Synthpop vom Feinsten und der beste Longplayer den Mesh bisher abgeliefert hat. Eigentlich sind alle Tracks gelungen, daher fällt mir die Auswahl der besten Stücke schwer. „Just leave us alone“ist mein Favorit. Aber auch „when the city breathes“, „taken for granted“ und „this is the time“ gehören noch dazu.
->>MESH Homepage

Wer DM und Synthpop mag wird dieses Album lieben. Selten habe ich in der letzten Zeit ein Album bewertet das in sich so stimmig ist. Daher gibt es von mir eine echte Empfehlung und 9/10 Punkte!

Janus Cyberblog

Samstag, 9. März 2013

Dark Festival Kalender

Festivals 2013 - EBM - Gothic - Industial - Electro

23. März E-tropolis, Berlin, ca. 4000 Besucher, mehr Infos...
23. März Dark-Dance, Lahr, ca. 2000 Besucher, mehr Infos...
13. April Dark Munich, München, ca. 2500 Besucher, mehr Infos...
26-28. April HEXENTANZ FESTIVAL, Losheim, ca. 1500 Besucher, mehr Infos...
17-20. Mai WGT, Leipzig, ca. 21000 Besucher, mehr Infos...
29/30. Juni BLACKFIELD FESTIVAL, Gelsenkirchen, ca. 6000 Besucher, mehr Infos...
12/13. Juli Nordstern,Hamburg, ca. 3000 besucher, mehr Infos...
12/13. Juli Castle Rock, Mühlheim, ca. 2500 Besucher, mehr Infos...
20. Juli Schlosshof Festival, Höchstadt, ca. 2000 Besucher, mehr Infos...
21/22. Juli Amphi, Köln, ca. 16000 Besucher, mehr Infos...
10/11. August Mera Luna, Hildesheim, ca. 24000 Besucher, mehr Infos...
06-08. September NOCTURNAL CULTURE NIGHT, Deutzen, ca. 2000 Besucher, mehr Infos... 03.-05. Oktober HELLFIRE OF DARKNESS, Magdeburg, ca. 2000 Besucher, mehr Infos...

Ein Festival fehlt oder Angaben stimmen nicht? bitte PM an mich

Janus Cyberblog

Sonntag, 24. Februar 2013

Check - Blutengel - Monument (Deluxe Edition)



Check - Blutengel - Monument (Deluxe Edition) Chris Pohl begleitet die Szene jetzt schon seit langem und ist mit Blutengel in den letzten 15 Jahren zu einer festen Größe geworden.
Düster Pop vom Feinsten und für viele eine Art ‚Einstiegsdroge‘ in die schwarze Szene.
Gerade auf Festivals oder on Tour ist Pohls Musik und die zugehörige Bühnenshow immer ein Highlight.
Das neue Album „Monument“ ist im Februar 2013 wie gewohnt im Independent-Label Out of Line erschienen. Eine Woche habe ich mir Zeit gelassen, um dieses Album in der „Deluxe Edition“ ausgiebig zu erkunden. CD 1 ist gut hörbar – aber ohne Tiefgang, die besten Lieder sind die zwei bereits vorab ausgekoppelten MCD‘s - You walk away gut und „Save our Souls“. Letzteres ist ein echtes Meisterwerk. Ganz passabel finde ich noch „Kinder dieser Stadt“. Der Rest ist okay – teilweise sehr poppig, Mainstream ohne Ecken und Kanten. Das macht die Lieder aber auch austauschbar. Gleiches gilt für die Texte. Oft habe ich das Gefühl die gleichen sich wiederholenden Schlagwörter zu vernehmen. Dass Henning Verlage als neuer Produzent dieses Album produziert hat treibt mir in diesem Zusammenhang ein wenig die Sorgenfalten auf die Stirn. Nein Chris - ich gönne dir jeden Erfolg aber wir wollen dich nicht auch noch im Musikantenstadl sehen… Erinnere dich an deinen Song „Anders sein“ und bleib das auch.
Vielleicht ist meine Sorge auch völlig unbegründet und die Zukunft bringt mehr wie „Save our Souls“ was eine echte Weiterentwicklung darstellen würde.
Auf CD 2 vermag ich deutlich mehr Blutengel in authentischer Form zu entdecken. Hier sind sie die Ohrwürmer, die man auf CD1 vergeblich sucht. Besonders gelungen: „A place called Home“, „Tod Sünde“ und „Königin der Nacht“. Eigentlich lohnen sich fast alle Tracks.
Der Deluxe Edition liegt noch eine 3. CD bei. Blutengel Dark & Pure. Sie enthält fünf Piano Versionen von Blutengel Klassikern. Und diese CD ist wirklich herausragend. Einfach die Augen schließen und in die Musik eintauchen. Düster, melancholisch, schwerelos und bewegend. Ein absolutes Highlight, das ich mit dem Album Monument verbinden werde.

Fazit: Monument ist in Summe leider so gar nicht monumental wie der Titel vermuten lassen würde. Wenige Highlights wie „Save our Souls“– und viel Durchschnitt – ohne im Ganzen schlecht zu sein. Bonus CD richtig gut und ein Muss für Fans. Daher bewerte ich vom Album CD1 mit (7/10), CD2 mit (8/10) und die Bonus CD „Dark and Pure“ mit (9/10) Punkten.

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Dienstag, 19. Februar 2013

Fundstück – Primaerreiz - Slave Republic feat. Torben Wendt (Diorama).

Fundstück – Primaerreiz - Slave Republic feat. Torben Wendt (Diorama).



Nachdem vor Kurzem meine Album Rezension für das neue Diorama Album (Even The Devil Doesn’t Care) eher mittelmäßig ausfiel freut es mich umso mehr noch ein positives Fundstück mit Beteiligung von Torben nachzureichen.
Sehr eingängige erfrischende Elemente die von Slave Republic stammen und dennoch hat man den Eindruck auch tiefergehende Diorama Einflüsse zu vernehmen. Kombiniert mit einem kompromisslos tanzbarem BEAT wird man das Stück sicher in dem ein oder anderen Club hören können.
Slave Republic, beim gleichen Musik-Label unter Vertrag, begleitet Diorama dieses Jahr auf der im März beginnenden Tour 2013.

Torben und Slave Republic - Ein gelungenes Joint-Venture

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Mittwoch, 13. Februar 2013

Check - Noisuf-X - Warning



Check - Noisuf-X - Warning
Achtung das ist ein Angriff!!! So beginnt der namensgebende Track des Albums „Warning“. Und dieses Motto steht stellvertretend für das gesamte Album. Das neue Album von Noisuf-X ist in der Tat ein Angriff – ein konsequenter Angriff gegen Bewegungsmangel. Wen diese Beats nicht antreiben, dem fehlt eindeutig das CYBER-DANCE-GEN ;-). Electro, Aggrotech, und Rhythm ’n’ Noise sind die vorherrschenden Genres, die die Musik von Noisuf-X ausmachen. Das Werk reißt konsequent mit.
Keine tiefsinnigen Texte, kompliziert arrangierte Melodien – nein, einfach nur Beats, Soundsamples einfache Melodien und Rhythmus PUR. Liefe das Album am Stück in einem Club müsste man die Tanzfläche nicht für eine Sekunde verlassen. Gnadenlos und unerbittlich treiben die 13 Tracks an. Noisuf-X ist ein Nebenprojekt des X-Fusion Kopfes Jan L. der aktuell übrigens auch das neue Centhron Album Asgard abgemischt hat und mit Warning nun seinen siebtes noisuf-X Album veröffentlich.
Erwähnenswert auf jeden Fall die Tracks „Warning“ „Klick Klick“ „Scary looking Thing“ „Du musst tanzen“ oder die aktuelle 2013 Versions von“ Tinnitus“ . Aber auch darüber hinaus gibt es kaum Ausfälle.

Zum Reinhören hier das aktuelle Snippet von „Warning“:

FAZIT: Nicht geeignet um zu Entspannen - Einfach aber wirkungsvoll umgesetzt - Ideal für den Club (8/10)

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Montag, 11. Februar 2013

Check - Centhron - Asgard



Check - Centhron - Asgard

Anfang Februar erschien das nunmehr 5. Album der Industrial, Harsh-Elektro Band Centron. Die 4 Bremer um Frontmann und Keyboard ELMAR SCHMIDT thematisieren in vielen Tracks die nordische Götterwelt und deren Götterburg mit gleichem Namen. So richtig passt dieser thematische Ausflug allerdings nicht zur Band. Auch wirkt die versuchte inhaltliche Umsetzung von “Viking” “Lamia“ “Panzerfaust Tyr“ “Asgard“ “Draugr“ auf mich irgendwie erzwungen. Lediglich die optische Umsetzung dieses Themenbereichs , beispielsweise das Albumcover, finde ich interessant und gelungen.
Abgesehen davon sind die restlichen Tracks wie man es von Centhron kennt. Sehr gut tanzbare Beats gemixt mit aggressiven, sexistischen und gewaltverherrlichenden Texten. Eher mittelmäßig dabei “Dr. Fuck You“ oder „Zombi Nazi babe“ mit gewohnt grenzgradig verbalen Provokationen. Aber es gibt auch richtig gute gelungene Stücke wie „L'etat c'est moi“ „Fuck off and Die“ oder „Cyberlady“ die trotz der Härte eine eigene Melodie haben und richtig Lust auf Tanzen machen.
Gerade die Stücke bei denen Louisa Hartwig mit Vocals unterstützt finde ich richtig gut.

Zum Reinhören hier die youtube Snippets….



Fazit: musikalisch gewohnte Centhron Kost, die sehr clubtauglich ist, aber nicht ganz an die Highlights vorheriger Alben heranreicht. Was auch nicht einfach war, denn gerade das vorherige Album Dominator hat die Messlatte enorm hoch gelegt.  Daher in Summe OK (7/10)

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