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Mittwoch, 3. August 2016

XII Amphi Festival 23./24.7.2016 am Tanzbrunnen Köln

Festival Bericht zum XII Amphi 23./24.7.2016 am Tanzbrunnen Köln

am 23/24.7.2016 fand das Amphi Festival in Köln wieder am Tanzrunnen statt. Bevor ich meine Eindrücke wiedergebe noch ein kurzer Rückblick.

Letztes Jahr zog das Amphi durch Wegfall des Staatenhauses platzbedingt in die Lanxess Arena mit umgebendem Event Park um. Da gerade an dem damaligen Wochende sturmedingt alle Außenveranstaltungen in Köln ausfielen, rettete diese Entscheidung das Amphi 2015 vor einer kompletten Absage. Dennoch wurde allgemein die Lanxess Arena als Location eher kritisch betrachtet. Zu groß, zu anonym, ohne Flair hörte man häufig. Daher entschloss sich das Amphi Team dieses Jahr für die Neuauflage an gewohnter Stelle am Tanzbrunnen.



Den Wegfall des Staatenhauses sollten mehrere Maßnahmen kompensieren. Die maximale Teilnehmerzahl wurde  wie 2012 auf 12000 reduziert und als weitere Stages wieder wie früher das Theater herangezogen. Zusätzlich diente die MS Rheinenergie, fest am Rheinanleger als Orbitstage.
Die verschiedenen Anpassungen hatten positive und negative Effekte.
Gut fand ich, dass durch den kurzen Fußweg zur Orbit Stage alles räumlich etwas entzerrt wurde. Den neu erschaffenen „Biergarten“ in der Mitte zu platzieren war auch eine  nette Idee, denn auch hier saß man gut unter alten Bäumen mit wunderschönem Blick auf den Rhein, die Brücken und den Dom.



Sehr interessant war auch die Durchmischung von Festival-Teilnehmern mit dem normalen Besucherstrom am Rheinufer.  So staunte auch eine Hochzeitsgesellschaft die per Fähre neben der MS Rheinenergie anlandeten nicht schlecht wo sie den „reingeraten“ waren. Auch etliche Hobbyfotografen waren hier auf der Suche nach dem einen oder anderen außergewöhnlichen Motiv.
Unangenehmer Nebeneffekt der Aufteilung waren die ständigen Taschenkontrollen durch das zwangsweise häufige Betreten und Verlassen des Geländes. Auch der Eingang zur Theater Stage wurde nach außen verlegt um die auftretenden Warteschlangen aus dem eigentlichen Gelände zu verlagern.

Je nach Band kam es hierbei doch zu enormen Wartezeiten. Nicht mal mit dem gelben Pressebändchen wurde man vorgelassen, was bei mir dazu führte, dass ich von verschiedenen Bands weder Fotos noch Eindrücke liefern kann. Insgesamt war fotografieren ohne expliziten Fotopass diesmal viel schwieriger, da es vor allen Bühnen deutlich voller war.

Ansonsten war das Amphi wieder wie früher. Händlermeile rund um den Tanzbrunnen,   der alt bekannten Beachclub, der immer zum Relaxen einlädt und für mich immer eines der kontrastreichsten ;-) Highlights des Amphi darstellt. 



Gastronomie leicht erweitertes Angebot jedoch wie früher hochpreisig – Egal welcher Stand - 7 Euro für fast alles  - auch z.B. eine Fleischkäsebrötchen. Das ist immer noch kritikwürdig, nehme ich aber notgedrungen für die Location Tanzbrunnen gern hin.  Diesbezüglich gab es auch durchaus eine Alternative. Zwar durfte man seine im Hauptareal gekauften Getränke nicht auf die MS Rheinenergie mitnehmen, aber die dort angebotene Gastronomie, ob Getränke oder Essen, waren preislich und auch qualitativ wesentlich besser als im  Tanzbrunnen. Auch hatte ich nie den Eindruck das Schiff sei überfüllt, man bekam immer einen Sitzplatz und sei es auf dem Oberdeck.


Bands:

Diesmal war es unmöglich von allen Acts einen Eindruck zu bekommen. Das lag an den zeitgleichen Auftritten, dem längeren Weg zwischen den Locations und oft den Wartezeiten am Einlass. Daher nur eine Auswahl

COVENANT

Wow- darauf hatte ich mich richtig gefreut….An die veränderte Optik von Eskil Simonsson musste ich mich erst gewöhnen, aber die coolen lässigen und doch sehr tanzbaren Songs sind einfach immer wieder magisch.



BLUTENGEL

Auch mit leicht veränderter Frisur, aber mit gewohntem Konzept. Schön anzusehen, das ganze Arrangement optisch immer ein Highlight, die Hits punkten mit einfachen, eingängigen Melodien und Texten zum Mitsingen….sehr routiniert …. und immer sehr gut.

TARJA

War mal ganz interessant zu hören, viel Engagement, aber nach dem dritten Lied für mich doch sehr eintönig und wenig abwechslungsreich.

MONO INC.

driftet für meinen Geschmack inzwischen zu sehr ins Seichte ab – Mir gefallen vorwiegend die alten Hits – Aber der aktuelle Erfolg spricht für Mono Inc.

FRONT LINE ASSEMBLY

Ein Klassiker live – wie immer hörenswert. Wäre noch besser gewesen hätten einige kräftig gebaute englische Fans nicht unmittelbar neben mir  im Pogo Style darauf tanzen wollen.

SUICIDE COMMANDO

Der Altmeister des EBM /Electro Industrial Johan Van Roy gab sich die Ehre und heizte seinen Fans mit vielen seiner Klassiker gehörig ein.



PETER HEPPNER

Ja, höre ich zum Entspannen hin und wieder schon mal ganz gerne. Als Festival – fast Haupt-Act hingegen war mir da einfach zu wenig Power drinnen.

JOACHIM WITT

geht für mich gar nicht mehr – seit dem unfassbar schnulzigen Duett mit Mono Inc

STAHLZEIT

Rammstein light – aber in Perfektion. Gut gecoverte Songs mit aufwendigen Effekten und Provokationen gemischt. Auf jeden Fall sehen und hörenswert.



NEUROTICFISH

hätte ich mir so gerne einen Eindruck verschafft – aber kein Reinkommen, das Theater war dicht.

SOLAR FAKE

unkomplizierte - schöne, eingängige Songs mit Wiedererkennungswert.

SOLITARY EXPERIMENTS

Die rothemdlichen Elektroniker aus dem Osten der Republik präsentierte einige ihrer Klassiker wie ‚rise and fall‘ oder ‚immortal‘ getragen von der wunderbaren Stimme von Dennis Schober.

MEGAHERZ

Wurde ja auch mal Zeit nach dem Eisbrecher/Wesselsky Dauerbrenner sich das andere Original anzuhören.  Die Mitbegründer der NDH  boten eine gute Show und spielten alte und neue Hits.

OST+FRONT

Martialische Posen, Extremes und auffallendes Outfit . Optische und Inhaltliche Provokation als Marketingstrategie. Das ist Ost + Front. Musikalisch hart und härter aber durchaus hörbar.


 

SPETSNAZ

Die schwedischen EBM-ler in Topform – So muss EBM klingen…. tanzbar – düster – mitreißend.

[X]-RX

Wiederrum ohne Herz und wie immer unfassbar mitreißend heizten die Kölner Jungs dem Publikum ein. Ein gelungener Einstieg ins Festival.



LEBANON HANOVER

Kannte ich bisher noch nicht. Interessant und mit Herzblut bei der Sache. – Der Sound fast ein wenig anachronistisch  - minimal Synth/New Wave wie in den Anfängen…

ESCAPE WITH ROMEO

Wave bis Pop – angenehm zu hören – erreicht hat mich der Sound aber trotzdem nicht.

XOTOX

Das Statement war ja schon auf den T-shirts zu lesen, und dem ist nichts hinzuzufügen:
rhythmisch - elektronisch

XMH:

ja, Benjamin wollte ich schon immer mal live sehen, sein letztes Album „In your Face“ hatte mir bereits gut gefallen und live bestätigte sich mein positiver Eindruck. Energiegeladen – ansteckend mitreißend und tanzbar - Ich würde mich freuen bald mehr von XMH zu hören.



Meine Alben mit weiteren Fotos zum Amphi 2016 findet ihr hier:






Fazit:


Amphi fast wie früher. Auf jedem Fall wieder mit dem magischen Großstadt-Flair das die Location Tanzbrunnen mit seiner markanten Architektur direkt am Rhein mit Blick auf den Dom einfach ausstrahlt.  Wie immer Anziehungspunkt internationaler Gäste aus aller Herren Länder die bei Dark Music zusammen feiern und Spaß haben. Die Rückkehr zum Tanzbrunnen war die richtige Entscheidung und daher freue ich mich schon wieder auf den 22./23.7.2017. Man sieht sich….

Janus Cyberblog

Freitag, 1. August 2014

X. Amphi 2014 , Die Jubiläumsausgabe

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Zum 10. Mal öffnete das Amphi Festival am 26./27.07 2014 seine Pforten und bereits zum 9. Mal am Kölner Tanzbrunnen. (Und wer jetzt als Unwissender vor Neugier fast platzt – das erste fand in Gelsenkirchen im Amphitheater statt – ich hoffe es hat Klick gemacht ;-) .
Mittlerweile hat sich über die Jahre der organisatorische Ablauf hervorragend eingespielt, die Infrastruktur ist bestens organisiert. Anregungen und Verbesserungsvorschläge wurden soweit machbar immer umgesetzt. Die Folge: Ein Wohlfühl-Ambiente bei dem man sich ganz relaxed auf die Musik/Bands einlassen kann, Freunde und Bekannte aus der Szene trifft, neue Trends entdeckt und am abwechslungsreichen Rahmenprogramm teilnehmen kann.
Einzig mir bekannte begründete Kritik sind die oft thematisierten Preise der Gastronomie. Ich will aber darüber nicht zum X-ten Mal schreiben. Das ist einfach dem Konzept der Location Tanzbrunnen geschuldet. Damit muss und kann man für diese zwei Tage durchaus leben.

Das Wetter meinte es diesmal an beiden Tagen sehr gut mit den jeweils 16000 Anwesenden. Kein Regen und bei leichter Bewölkung bis zu 27°C. Ideales Festivalwetter also und entsprechend gut war die Stimmung der Besucher. Das Rondell zentral im Tanzbrunnen wurde wegen der Shop-Aufgabe von X-tra-X diesmal als Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeit genutzt, was ich durchaus entspannend empfand, da man hier fast immer einen Platz ergattern konnte und von zentraler Stelle einen wunderbaren Überblick über das Geschehen hatte. Ansonsten hat sich wenig verändert. Die Bandauftritte fanden auf der Hauptbühne und im Staatenhaus statt und das Rahmenprogramm im Theater. Im Freigelände fand sich das vielfältigen gastronomischen Angebot sowie die Möglichkeit in den zahlreichen Shops das ein oder andere Accessoire oder Kleidungsstück für sein Outfit zu ergattern. Das großräumig angelegte Cafe im Staatenhaus mit seinen vielen Sitzgelegenheiten lud zu einer kurzen Pause ein und war ideal geeignet die vielen vorbeiziehenden Besucher zu beobachten. Wer ein wenig Zeit mitbrachte (je nach Band mitunter eine längere Schlange) hatte hier auch die Möglichkeit ein Autogramm seiner Lieblingsband zu bekommen.

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Diesmal waren wir zu zweit auf der Jagd nach Schnappschüssen und Fotos besonders origineller Besucher. Wie immer war die Kreativität bei der Gestaltung der Kostüme aus allen Gothic Stilrichtungen enorm. Das sollte dann auch mit einem schönen Foto belohnt werden. Ausnahmslos freuten sich die Teilnehmer wenn wir sie auf ein Foto ansprachen. Ich hoffe wir konnten dazu beitragen, mit den festgehaltenen Eindrücken das Amphi-Flair ein wenig einzufangen.

Hier nochmal die Links:

BESUCHER FOTOS

BAND FOTOS

Erwähnenswert ist die Begegnung mit der sicherlich ältesten Teilnehmerin des Festivals, die stilecht mit Amphi-Shirt gekleidet mit ihrem Rollator auf Tour war. Foto findet Ihr weiter unten im Bericht. Nach eigener Aussage 80 Jahre alt - Respekt .... da stehen uns, um da mitzuhalten, dann auch noch ein paar Amphis bevor.

Trotz des Wegfalls des angeschlossenen offiziellen Campingplatzes im Kölner Jugendpark (wegen neuer behördliche Auflagen) war das Amphi auch dieses Jahr wieder ausverkauft. Alternative Campingmöglichkeiten sind zwar möglich, aber nicht in unmittelbarer Nähe zur Location. Das ist schade, denn es trifft vor allem das jüngere Publikum, das sich die Hotelpreise in Köln nicht unbedingt leisten kann. Apropos Hotel: in den letzten Jahren haben wir so ziemlich jedes Hotel in Laufnähe des Amphi ausprobiert. Sollte jemand diesbezüglich eine Empfehlung brauchen (Lage, Preis/Leistung) einfach mal melden.

Eine kleine Geschichte am Rande: dieses Jahr hatten wir während des Frühstücks eine ältere Servicekraft die alle anwesenden Gäste (fast alle in schwarz) auffallend strahlend und herzlich bediente. In einem kurzen Gespräch erzählte er, wie positiv er das jährliche Amphi-Wochenende und die Offenheit der Gäste empfindet. Ähnliche Begebenheiten gibt es immer wieder. Das nur nebenbei, da so oft ein falsches Bild der Szene in der Öffentlichkeit mit vielen Vorurteilen existiert.

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Auch dieses Jahr war wieder festzustellen wie international sich das Publikum zusammensetzt. Sei es beim Fotografieren mit anschließendem Smalltalk oder einfachem Aufschnappen von Gesprächsfetzen der Gruppe nebenan. Überall waren vielfältige Sprachen zu hören. Engländer, Franzosen, Belgier, Niederländer, Skandinavier, Russen, Ukrainer, Italiener uvm. konnte ich ausmachen. Ich finde es toll, dass das Amphi international so bekannt geworden ist. Irgendwie ist es ja auch ein wichtiges Aushängeschild der deutschen Gothic Szene. Die Location in Köln mit der hervorragenden Infrastruktur ist dafür wie geschaffen und trägt positiv zu dieser Entwicklung bei.

Bands:
Durch die Vielzahl der parallel stattfindenden Auftritte war es nicht immer einfach alles mitzuerleben. Oft teilten wir uns auf um überall dabei zu sein.

Phosgore
gleich richtig zur Sache ging es mit Phosgore im Staatenhaus. Als Ersatz für Eisenfunk nachnominiert sicherlich eine sehr gute Wahl. Extrem tanzbar, mitreißende Beats und viele technoide Elemente prägen diesen Sound. Vorwiegen als DJ aktiv, ist Phosgore seit mehreren Jahren auch mit eigenen Kompositionen aktiv. Mir noch relativ unbekannt lieferten Flo und Sonja ein gelungenes Amphi-Debut ab.

Midge Ure
Spielte natürlich die Klassiker von Ultravox aber auch von Visage „fade to gray“ usw. Alles mit hohem Retro-Faktor.... ja das waren damals noch Zeiten in unserer Jugend....

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Front 242
Kaum begonnen wars erst mal auch schon wieder vorbei. Technische Probleme veranlassten die Band während des ersten Songs mit einem knappen Satz von Frontmann Daniel B, so nach dem Motto „it‘s impossible“, ohne weiteren Kommentar die Bühne zu verlassen. Ratlosigkeit bei den Fans und langes Warten bis zumindest die Amphi-Moderation (In Form von Schöngeist Frontmann Timur Karakus) nach einer gefühlten Ewigkeit eine kurze Erklärung abgab, dass an dem Problem gearbeitet werde. Tatsächlich, als man quasi schon nicht mehr damit rechnete, ging es wieder weiter. Richtige Stimmung kam nicht mehr auf und die verlorene Zeit konnte natürlich nicht nachgeholt werden und überpünktlich war dann bereits 5 Minuten vor der behördlich verordneten Deadline auch Schluss. Fazit: Enttäuschend. Im Nachhinein stellte sich raus, dass das Problem von einem defekten bandeigenen Mischpult ausging. Per 242 Webseite entschuldigte sich später die Band bei den Fans. Trotzdem fand ich die Aktion unprofessionell. Probleme können immer auftreten – dafür hab ich Verständnis – nicht unbedingt aber über die Art von 242 dies zu vermitteln. Da haben sich meine früheren Helden nicht mit Ruhm bekleckert....

Centhron
WOW! lasst uns gemeinsam die Köpfe schütteln... keiner kann das besser als die Industrial Headbanger von Centhron. Die Band gehört aktuell zu meinen Lieblingsacts und entsprechend gut kenne ich die Stücke. Extrem mitreißend war dann auch ihr Auftritt. Von harten Bässen zum zwangsweisen Mittanzen und Mitsingen animiert hielt meine durch eine Erkältung bereits angegriffene Stimme auch nur 4 Lieder bis sie kaum noch vorhanden war. Klasse wars trotzdem...

Hocico
Selbst Hocico, der immer so martialisch daherkommt muss eindeutig Humor haben. – Diesmal brachte er für den ersten und letzten Song eine traditionell mexikanische Mariachi Combo mit passenden Gewändern und Instrumenten mit. Seine 666 geschminkten Companieros trällerten dann auch stilecht ein „la cucaracha“ daher, während Erk die mexikanische Flagge schwenkte. Sein Konzert war wie immer geprägt von seiner zornig aggressiven Ausstrahlung, den mitreißenden Beats und seinem verzerrten aber eingängigen Gesang. Lässt sich kaum beschreiben, aber das Ergebnis reißt einen immer wieder mit.

Noisuf-X
Diesmal im Trio (bei ihren letzten Auftritten nur zu zweit) heizte Jan Loamfield als Opener am Sonntag den anwesenden Fans so richtig ein. Es gibt kaum eine Musik die so zum Mittanzen animiert wie seine. Gerade bei Stücken wie „Warning“ oder „Hit me Hard“ ist Gegenwehr zwecklos

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Lord of the Lost
hat sich fest etabliert. Richtig guter und eingängiger/melodiöser Dark-Rock. Dazu eine richtig gute Bühnenpräsenz und meines Erachtens auch Starpotential.... Hat mir gut gefallen.

Neon Judgement
Der Song - Chinese Black - vor 25 Jahren auf fast jedem EBM-Sampler zu finden ...sicherlich auch noch irgendwo in meinem verstaubten CD Regal. Live noch nie gesehen war der Auftritt für mich auch so ein Retro-Höhepunkt des diesjährigen Amphi. Die restlichen gespielten Songs waren ok, aber leider auch nicht mehr....

Blutengel mit Monument Orchester 
Ja, es war beeindruckend, eben sehr klassisch ...und auch gefühlt monumental. Der Anfang dieser Entwicklung begann für Blutengel auf dem Gothic meets Klassik Festival Ende 2012 in Leipzig. Ich glaube Chris war von dem positiven Feedback und den ergreifenden Eindrücken dieses Events selbst überrascht und schwer beeindruckt. Das zumindest kann man folgern wenn man die anschließende Entwicklung von Blutengel verfolgte. Aktuell bestimmt das klassische Element sein Programm und beschert allen die damit noch nicht in Berührung gekommen sind eine gelungen beeindruckende Abwechslung. Ein wenig wehmütig erinnere ich mich aber auch an die früheren Bühnenshows und den unverwechselbaren düsterpoppigen Originalsound der Blutengel eigentlich ausmacht. Nebenbei positiv aufgefallen ist mir der stimmliche Fortschritt von Chris. Es gab diesbezüglich diesmal kaum Schwächen.

Mono Inc
da fasse ich mich kurz, bevor ich was Falsches sage. Das Kinderlied "heile heile Segen" geht gar nicht – Ich muss mich schon fast fremdschämen für alle die mitgrölen. Sonst aber solide gemacht, souverän wie immer nach alter Manier die Fans mit den älteren Liedern auch mitgerissen und begeistert. Selbst ohne den Passenger ;-), Das Trommelsolo wie immer ein Highlight. Seine Stimme empfand ich etwas heiser, da gings ihm vielleicht wie mir.

Die Krupps
hatten anfangs auch technische Probleme, die aber kurzeitig behoben wurden - auch ohne mit theatralischem Abgang gleich die Bühne zu verlassen... was sich Jürgen Engler, der Sänger von den Krupps verbal mit einem kleiner Seitenhieb auf 242 auch nicht verkneifen konnte zu erwähnen. Ansonsten souveräne Vorstellung

Rotersand 
schafften es erneut mit ihrem melodiösen Synthpop gepaart mit prägnanten Beats und Synths die Halle zum Mittanzen zu animieren. Die gespielten Tracks waren klug gewählt und repräsentierenden eher die schnelleren Stücke aus ihrem Repertoire. In Summe einfach klasse was die zwei Jungs da ablieferten.

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Mesh
Für mich ein absolutes Highlight, und mit dieser Meinung schien ich nicht der Einzige zu sein. Bereits mit dem ersten Song den Mark Hockings mitten aus dem Publikum vom Mischpult aus präsentierte, fing er seine Fans ein. Britischer Syntpop der 1. Kategorie mit absolutem Ohrwurmfaktor.

Solar Fake
Waren bereits beim letzten Amphi mit dabei. Ihre Musik findet von Jahr zu Jahr mehr Liebhaber. Gespielt wurden ihre Hits sowie einige Stücke vom aktuellen Album.

The Klinik
Sehr speziell – so kann man die Musik kurz beschreiben. „Black Leather“ fand ich vor 20 Jahren eines ihrer besten Lieder und daher freute es mich es einmal live zu hören. Für viele der anderen Songs muss man heute leidensfähig sein und experimentelle elektronische Musik sehr mögen. Damals war er seiner Zeit weit voraus. Marc Verhaeghen ist auf jeden Fall einer der Vorreiter des Industrial, da er beispielsweise was den Gesang betrifft schon immer mit Verzerrern gearbeitet hat.

APOP (Apoptygma Berzerk) 
Synthpop vom Feinsten...Auch diese Band hat im Laufe der Zeit schon viele gute Lieder hervorgebracht. Alle wurden professionell und routiniert präsentiert. Vor allem aber Kathys Song - da bekomme ich immer Gänsehaut…

Eisbrecher
Man kann sagen was man will, auch wenn ich die Testosteron gesteuerte Art von Alex nicht gerade prickelnd finde - er rockt die Bude ja schon richtig gut. Das große Repertoire an konzerttauglichen Hits tut das übrige. Er liefert eine tolle Show ab, und die in warme Abenddämmerung gehüllte Location bot eine einmalige Kulisse. Der gesamte Platz war komplett mit Menschen gefüllt, die die besondere Atmosphäre miterlebten.

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Fazit: 
Traumhaftes Festival-Wetter, wie bestellt für die Amphi Jubiläumsausgabe. Super Musik, für jeden was dabei und wie sagten unsere belgischen Newbies so treffend: relaxed cooles Publikum bei toller Atmosphäre. Das war das Amphi 2014.

Schön auch, dass es unseren diesjährigen insgesamt vier skeptischen Amphi Debütanten so gut gefallen hat. Das freut uns natürlich vielleicht seid Ihr ja irgendwann wieder mit dabei.

Danke an alle Leser des Berichtes, denn wer beim Lesen bis zu diesen Zeilen gekommen ist, den muss es tatsächlich interessiert haben.

Also man sieht sich - irgendwann – irgendwo auf einer Veranstaltung - aber spätestens auf dem Amphi am 25./26. Juli 2015 wieder.

 Janus Cyberblog

Montag, 12. August 2013

Rezension - MONO INC - Nimmermehr



Rezension - MONO INC - Nimmermehr
 Wieder einmal ein Album das separiert. An sich sehr eingängig und gefällig. Die meisten Songs passen gut zusammen, sind abwechslungsreich, gelegentlich mit harten knackigen Gitarrenriffs unterlegt „The Clocks ticks on“ ergänzt von langsamen gefühlvollen Balladen wie "alles was bleibt". Mehr als auf früheren Alben wird in Deutsch gesungen. Alles etwas weicher und softer umgesetzt mit Stilmitteln wie Streicher und Kinderchor um große Emotionen zu vermitteln.

 Moment… ja das kommt einem doch irgendwie bekannt vor. Den abgelutschten Vergleich mit UH mag ich schon gar nicht mehr erwähnen und doch drängt sich dieser Gedanke auf. Bestes Beispiel hierfür ist der seichte Schlagerrock „kein Weg zu weit“. Laut Webseite wird Gewalt in der Familie thematisiert- sicherlich ein ernstzunehmendes Thema – aber beim inhaltlichen Hören des Liedes wäre ich darauf nicht gekommen. Joachim Witt als prominenter Gastsänger unterstützt labelübergreifend (SONY BMG – Tochter SPV) in diesem Werk markant. Und die Marketingstrategen der Plattenfirma fädeln noch schnell einen werbewirksamen Deal mit Bild.de ein um die nötige Massenaufmerksamkeit zu dieser Thematik sicherzustellen. So funktioniert Marketing heute.

 kurzer Eindruck - hier das Offizielle Video zu "kein Weg zu weit"   

 Jetzt könnte man philosophieren ob es zumindest MONO INC wie auf deren Webseite publiziert darum geht den eigenen Bekanntheitsgrad zu nutzen um ein sensibles Thema zu anzusprechen. Oder ist das Ziel doch eher über soziale Themen den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigen wie es im Prinzip Unheilig vorgemacht hat. Auf jeden Fall bleibt ein Beigeschmack wenn die Musik um die es eigentlich geht nicht mehr im Vordergrund steht. MONO INC hatte es bisher nicht nötig andere Prioritäten zu setzen. In Summe driftet mir MONO INC gerade bei den deutschsprachigen Titeln zu deutlich ins banale, schlagerhafte ab. Nur noch bei wenigen Stücken vermag ich den Geist und das Karma der einstigen Gothic Rock Band zu vernehmen. Fehlt nur noch, dass sie jetzt auch noch deutsche Kinderlieder singen. ;-).
Bei „Heile , Heile Segen“ bin ich mir daher auch noch nicht sicher ob der Ohrwurmcharakter überwiegt oder doch nur ein peinliches Mitgröllied entstanden ist.

 Fazit: Nach Voices of Doom (2009), Viva Hades (2011) und After the War (2012) liefert MONO INC für mich mit NIMMERMEHR das bisher schwächste Album ab. Das heißt nicht, dass dieses Album nicht erfolgreich werden wird. Vom Gegenteil ist auszugehen. Es ist auch nicht schlecht in seiner Art und Umsetzung jedoch in der Tendenz einfach nicht mehr meine Musik. Daher bewerte ich mit (6/10).

 Janus Cyberblog

Mittwoch, 29. August 2012

Check - MONO INC - After The War



Check - MONO INC - After The War

Mein erster Kontakt mit MONO INC war 2009 als sie als Vorgruppe von ASP auftraten. Seither sind sie mir bestimmt noch weitere 3 Mal auf diversen Festivals begegnet und jedes Mal hatte sich die Fangemeinde und der Bekanntheitsgrad etwas vergrößert. Dabei hatten die gelungenen zwei letzten Alben Voices of Doom (2009) und Viva Hades (2011) sicherlich auch ihren Anteil. Am 17. August 2012 erschien das neue Album „After the War“. Der Titelsong ist eine Coverversion, das Original stammt von Gary Moore aus dem Jahr 1989. MONO INC schafft es dieses Werk besser als das Original klingen zu lassen. Das zweite Highlight welches wie der Titelsong auch schon auf dem diesjährigen Amphi zu hören war ist der Track „Arabia“. Katha Mia (Drums) untermalt dabei den Song eingängig mit Ihrer Stimme. Allerdings erinnert das Arrangement schon etwas an den Temple of Love der Sisters. Der Rest der Songs ist auf gutem Niveau, aber ohne weiter aufzufallen. Bestenfalls erwähnenswert ist noch „My Songs Wear Black“ als gelungene Balade.
Ein Meilenstein wird dieses Werk sicher nicht werden, obwohl es sich nach den ersten Verkaufszahlen dank gestiegenem Bekanntheitsgrad ganz wacker in den Album Charts schlägt. In Summe empfehlenswert – Im Bereich Gothic Rock einfach aber gut (7/10)

Janus Cyberblog