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Mittwoch, 22. März 2017

E-Tropolis Festival 18.03.2017 Oberhausen, Turbinenhalle


Bereits zum siebten Mal fand das E-tropolis Festival unter dem Motto "Bässer, Härter, Lauter" statt. Oberhausen war bereits zum vierten Mal die Eventlocation.  Nachdem in den letzten Jahren der Hallenkomplex deutlich erweitert wurde trafen sich dieses Jahr ca. 4000 Besucher aus ganz Europa um gemeinsam zünftigen Electro und EBM Klängen zu lauschen.



Mein letzter E-tropolis Besuch war 2013 in Berlin auf dem Columbiagelände, insofern war ich schon gespannt wie die aktuelle Location mit dem Festival harmoniert. Diesbezüglich wurde ich positiv überrascht. Das von außen unscheinbare Gelände entpuppt sich als tolle Location mit viel Platz, zwei Hallen für die Stages und genügend Flächen für Verpflegung Merchandise und Händlermeile. Der Industrial-Retro-Charme passt dabei perfekt zur Musik. Die Preise für Getränke und Essen hielten sich im akzeptablen Rahmen, kulinarisch war die Auswahl jetzt nicht so prickelnd, ab für den Hunger zwischendurch ausreichend.

Musikalisch wurde wieder einiges geboten. Los gings bereits ab 14h. Gut abgestimmt starteten die Bands in den zwei Hallen jeweils zeitversetzt, so dass die notwendigen Bühnenumbauarbeiten zwischen den Auftritten gut kompensiert wurden.

Die meisten Acts hatte ich schon mehrfach live gesehen. Highlight war für mich trotzdem Covenant, die immer einen unfassbaren coolen melancholischen aber tanzbaren Sound zaubern.
Auch Front242 liefern diesmal reibungslos eine gute Show – Der Sound wurde im Laufe der Zeit an aktuelle Geschmäcker angepasst. Am Refrain erkenne ich die Tracks aber meistens doch immer wieder ;-).  Wie üblich gabs auch das martialisch, rote Agonoize Blutbad, wer mittig in den ersten Reihen stand war anschließend gut markiert. Die Fans zelebrierten die rote Wasserschlacht ausgiebig.


Centhron mit neuer weiblicher Unterstützung an den Drums lieferten wie immer eine gute Show und [X]-RX machte vor allem durch die neue Optik von Jan Teutloff von sich reden…..



Des Weiteren mit dabei waren mit ihrer Vintage Show IN STRICT CONFIDENCE, die Rothemden von SOLITARY EXPERIMENTS, SOLAR FAKE, WULFBAND, CRYO aus Schweden, THE INVINCIBLE SPIRIT, TYSKE LUDDER, FADERHEAD und NEUROTICFISH.

In Summe sehr ausgewogene, aber konservative Zusammenstellung. Zudem gehören die meisten Akteure schon zu den „etablierten“ Bands um vorsichtig anzudeuten, dass ein wenig mehr junge Newcomer dem Line-Up sicher gut getan hätten.



Meine Fotos von den Bands findet ihr hier – ohne Pass für den Fotograben ist das aufgrund der Entfernungen aber immer eine Herausforderung. Ein zwei brauchbare Pictures sind aber mit dabei und einen Eindruck vermitteln sie allemal.

Nach dem Festival ist vor dem Festival – der neue Termin für das E-tropolis 2018 steht schon fest. Eintragen könnt ihr euch den 17.3.2018. Man darf auf das kommende Line-Up gespannt sein.
Festival Motto 2018 wie gehabt ;-) - Bässer, Härter, Lauter

Janus Cyberblog

Mittwoch, 16. November 2016

VII. E-TROPOLIS FESTIVAL 2017



Das VII. E-TROPOLIS FESTIVAL am 18. März Oberhausen / Turbinenhalle verspricht ein der ersten Highlights 2017 zu werden. Das Line-up ist jetzt mit Neurothicfish komplett und kann sich wirklich sehen lassen. Viele meiner Favorits sind diesmal dabei und daher werde ich mir das Event nicht entgehen lassen.


FRONT 242
COVENANT + AGONOIZE + NEUROTICFISH
SOLAR FAKE + SOLITARY EXPERIMENTS + FADERHEAD
TYSKE LUDDER + IN STRICT CONFIDENCE (VINTAGE SHOW 1996-2004) + [X]-RX
THE INVINCIBLE SPIRIT + CENTHRON + CRYO + AMNISTIA + WULFBAND





Tickets sind erhältlich unter z.B. unter www.etropolis-festival.de/tickets.

Ich freu mich auf gute Stimmung, fette tanzbare Beats und viele tolle Fotos von Besuchern und Bands die ich wieder posten werde.

Man sieht sich ....

Janus Cyberblog


Mirrow unter : https://januscyber.wordpress.com/2016/11/16/vii-e-tropolis-festival-2017/

Mittwoch, 3. August 2016

XII Amphi Festival 23./24.7.2016 am Tanzbrunnen Köln

Festival Bericht zum XII Amphi 23./24.7.2016 am Tanzbrunnen Köln

am 23/24.7.2016 fand das Amphi Festival in Köln wieder am Tanzrunnen statt. Bevor ich meine Eindrücke wiedergebe noch ein kurzer Rückblick.

Letztes Jahr zog das Amphi durch Wegfall des Staatenhauses platzbedingt in die Lanxess Arena mit umgebendem Event Park um. Da gerade an dem damaligen Wochende sturmedingt alle Außenveranstaltungen in Köln ausfielen, rettete diese Entscheidung das Amphi 2015 vor einer kompletten Absage. Dennoch wurde allgemein die Lanxess Arena als Location eher kritisch betrachtet. Zu groß, zu anonym, ohne Flair hörte man häufig. Daher entschloss sich das Amphi Team dieses Jahr für die Neuauflage an gewohnter Stelle am Tanzbrunnen.



Den Wegfall des Staatenhauses sollten mehrere Maßnahmen kompensieren. Die maximale Teilnehmerzahl wurde  wie 2012 auf 12000 reduziert und als weitere Stages wieder wie früher das Theater herangezogen. Zusätzlich diente die MS Rheinenergie, fest am Rheinanleger als Orbitstage.
Die verschiedenen Anpassungen hatten positive und negative Effekte.
Gut fand ich, dass durch den kurzen Fußweg zur Orbit Stage alles räumlich etwas entzerrt wurde. Den neu erschaffenen „Biergarten“ in der Mitte zu platzieren war auch eine  nette Idee, denn auch hier saß man gut unter alten Bäumen mit wunderschönem Blick auf den Rhein, die Brücken und den Dom.



Sehr interessant war auch die Durchmischung von Festival-Teilnehmern mit dem normalen Besucherstrom am Rheinufer.  So staunte auch eine Hochzeitsgesellschaft die per Fähre neben der MS Rheinenergie anlandeten nicht schlecht wo sie den „reingeraten“ waren. Auch etliche Hobbyfotografen waren hier auf der Suche nach dem einen oder anderen außergewöhnlichen Motiv.
Unangenehmer Nebeneffekt der Aufteilung waren die ständigen Taschenkontrollen durch das zwangsweise häufige Betreten und Verlassen des Geländes. Auch der Eingang zur Theater Stage wurde nach außen verlegt um die auftretenden Warteschlangen aus dem eigentlichen Gelände zu verlagern.

Je nach Band kam es hierbei doch zu enormen Wartezeiten. Nicht mal mit dem gelben Pressebändchen wurde man vorgelassen, was bei mir dazu führte, dass ich von verschiedenen Bands weder Fotos noch Eindrücke liefern kann. Insgesamt war fotografieren ohne expliziten Fotopass diesmal viel schwieriger, da es vor allen Bühnen deutlich voller war.

Ansonsten war das Amphi wieder wie früher. Händlermeile rund um den Tanzbrunnen,   der alt bekannten Beachclub, der immer zum Relaxen einlädt und für mich immer eines der kontrastreichsten ;-) Highlights des Amphi darstellt. 



Gastronomie leicht erweitertes Angebot jedoch wie früher hochpreisig – Egal welcher Stand - 7 Euro für fast alles  - auch z.B. eine Fleischkäsebrötchen. Das ist immer noch kritikwürdig, nehme ich aber notgedrungen für die Location Tanzbrunnen gern hin.  Diesbezüglich gab es auch durchaus eine Alternative. Zwar durfte man seine im Hauptareal gekauften Getränke nicht auf die MS Rheinenergie mitnehmen, aber die dort angebotene Gastronomie, ob Getränke oder Essen, waren preislich und auch qualitativ wesentlich besser als im  Tanzbrunnen. Auch hatte ich nie den Eindruck das Schiff sei überfüllt, man bekam immer einen Sitzplatz und sei es auf dem Oberdeck.


Bands:

Diesmal war es unmöglich von allen Acts einen Eindruck zu bekommen. Das lag an den zeitgleichen Auftritten, dem längeren Weg zwischen den Locations und oft den Wartezeiten am Einlass. Daher nur eine Auswahl

COVENANT

Wow- darauf hatte ich mich richtig gefreut….An die veränderte Optik von Eskil Simonsson musste ich mich erst gewöhnen, aber die coolen lässigen und doch sehr tanzbaren Songs sind einfach immer wieder magisch.



BLUTENGEL

Auch mit leicht veränderter Frisur, aber mit gewohntem Konzept. Schön anzusehen, das ganze Arrangement optisch immer ein Highlight, die Hits punkten mit einfachen, eingängigen Melodien und Texten zum Mitsingen….sehr routiniert …. und immer sehr gut.

TARJA

War mal ganz interessant zu hören, viel Engagement, aber nach dem dritten Lied für mich doch sehr eintönig und wenig abwechslungsreich.

MONO INC.

driftet für meinen Geschmack inzwischen zu sehr ins Seichte ab – Mir gefallen vorwiegend die alten Hits – Aber der aktuelle Erfolg spricht für Mono Inc.

FRONT LINE ASSEMBLY

Ein Klassiker live – wie immer hörenswert. Wäre noch besser gewesen hätten einige kräftig gebaute englische Fans nicht unmittelbar neben mir  im Pogo Style darauf tanzen wollen.

SUICIDE COMMANDO

Der Altmeister des EBM /Electro Industrial Johan Van Roy gab sich die Ehre und heizte seinen Fans mit vielen seiner Klassiker gehörig ein.



PETER HEPPNER

Ja, höre ich zum Entspannen hin und wieder schon mal ganz gerne. Als Festival – fast Haupt-Act hingegen war mir da einfach zu wenig Power drinnen.

JOACHIM WITT

geht für mich gar nicht mehr – seit dem unfassbar schnulzigen Duett mit Mono Inc

STAHLZEIT

Rammstein light – aber in Perfektion. Gut gecoverte Songs mit aufwendigen Effekten und Provokationen gemischt. Auf jeden Fall sehen und hörenswert.



NEUROTICFISH

hätte ich mir so gerne einen Eindruck verschafft – aber kein Reinkommen, das Theater war dicht.

SOLAR FAKE

unkomplizierte - schöne, eingängige Songs mit Wiedererkennungswert.

SOLITARY EXPERIMENTS

Die rothemdlichen Elektroniker aus dem Osten der Republik präsentierte einige ihrer Klassiker wie ‚rise and fall‘ oder ‚immortal‘ getragen von der wunderbaren Stimme von Dennis Schober.

MEGAHERZ

Wurde ja auch mal Zeit nach dem Eisbrecher/Wesselsky Dauerbrenner sich das andere Original anzuhören.  Die Mitbegründer der NDH  boten eine gute Show und spielten alte und neue Hits.

OST+FRONT

Martialische Posen, Extremes und auffallendes Outfit . Optische und Inhaltliche Provokation als Marketingstrategie. Das ist Ost + Front. Musikalisch hart und härter aber durchaus hörbar.


 

SPETSNAZ

Die schwedischen EBM-ler in Topform – So muss EBM klingen…. tanzbar – düster – mitreißend.

[X]-RX

Wiederrum ohne Herz und wie immer unfassbar mitreißend heizten die Kölner Jungs dem Publikum ein. Ein gelungener Einstieg ins Festival.



LEBANON HANOVER

Kannte ich bisher noch nicht. Interessant und mit Herzblut bei der Sache. – Der Sound fast ein wenig anachronistisch  - minimal Synth/New Wave wie in den Anfängen…

ESCAPE WITH ROMEO

Wave bis Pop – angenehm zu hören – erreicht hat mich der Sound aber trotzdem nicht.

XOTOX

Das Statement war ja schon auf den T-shirts zu lesen, und dem ist nichts hinzuzufügen:
rhythmisch - elektronisch

XMH:

ja, Benjamin wollte ich schon immer mal live sehen, sein letztes Album „In your Face“ hatte mir bereits gut gefallen und live bestätigte sich mein positiver Eindruck. Energiegeladen – ansteckend mitreißend und tanzbar - Ich würde mich freuen bald mehr von XMH zu hören.



Meine Alben mit weiteren Fotos zum Amphi 2016 findet ihr hier:






Fazit:


Amphi fast wie früher. Auf jedem Fall wieder mit dem magischen Großstadt-Flair das die Location Tanzbrunnen mit seiner markanten Architektur direkt am Rhein mit Blick auf den Dom einfach ausstrahlt.  Wie immer Anziehungspunkt internationaler Gäste aus aller Herren Länder die bei Dark Music zusammen feiern und Spaß haben. Die Rückkehr zum Tanzbrunnen war die richtige Entscheidung und daher freue ich mich schon wieder auf den 22./23.7.2017. Man sieht sich….

Janus Cyberblog

Sonntag, 21. Dezember 2014

Check – [X]-RX – Crank It Up



Check – [X]-RX – Crank It Up

'Crank It Up' heißt das gerade erschienen vierte Album des Kölner Duo’s [X]-RX. Bereits nach einem kurzen Intro startet der namensgebende Song voller Energie und zeigt dem Hörer gleich die Richtung zur Tanzfläche. Des weiteren richtig gut und mitreißend sind auch noch „To Hell“ und „High“. Auch die reale clubtauglichkeit von „All the Bitches“ konnte ich bereits erfolgreich testen.
Nach ein paar Hördurchgängen hat man das ganze Album verinnerlicht – Ausschuss gibt es nicht, selbst die instrumentalen Tracks (Owls, Dead Hands, Wipe Down this) passen gut in das Gesamtbild.
Mir gefällt besonders, dass neben der kompromisslosen Tanzbarkeit auch richtiges EBM Feeling die Songs durchdringt. Das ist hauptsächlich der Stimme von Pascal Beniesch zu verdanken, die düster, aggressiv aber vor allem voller Charisma rüberkommt, z.B. in „the Man with the Gun“. Das unterscheidet das Album auch ein wenig von seinen Vorgängern. Ein Hauch weniger Techo, aber dafür mehr Seele.

01. Intro
02. Crank It Up
03. Emergency
04. Owls
05. A To A And D To D
06. High
07. The Man With The Gun
08. To Hell
09. Dead Hands
10. All The Bitches (Like [X]-RX) (Edit)
11. Underground
12. Wipe Down This (Edit)

Die Texte weiterstgehend in Englisch gesungen, sind einfach strukturiert und enthalten viele oft martialische Schlagwörter, die schnell verinnerlicht werden. Zusammen mit einem dadurch eingängigen Refrain entwickelt sich auch ein gewisses Mitgröhlpotential das sicher international gut funktioniert.

Musikalisch ist das alles sicher nichts für den 08/15 Hörer, aber gerade das will [X]-RX auch nicht liefern. Dazu passt das Text-Statement des einzig in deutsch gesungenen Tracks Underground: „Lieber schmier ich mich mit Kunstblut ein, als einer von Euch zu sein". [X]-RX will anders sein - und ist es – mit Erfolg!

Fazit: Alles richtig gemacht – [X]-RX bleiben sich einerseits treu und schaffen dennoch eine Weiterentwicklung. Der musikalische Mix aus Electro, Industrial und Techno ist primär für die Tanzfläche prädestiniert und macht einfach Spaß, auch fürs Hören zwischendurch, wenn man sich nicht gerade entspannen will. Ich finds gut und gebe daher 8/10 Punkte.

Janus Cyberblog