Mittwoch, 28. November 2012

Check - Robotiko Rejekto – Corporate Power



Check - Robotiko Rejekto – Corporate Power

Robotiko Rejekto - diesen Namen hab ich lange nicht mehr gehört – irgendwie ein Deja Vu aus den 80er Jahren. RaHen (Ralf Henrich) der Kopf von RR hatte damals noch andere Projekte zusammen mit Talla2XLC wie beispielsweise Moskwa TV mit dem Hit - Generator 7/8 – (die Maxi müsste bei mir noch irgendwo in einem Regal rumstehen).

Das war auch die Zeit des Techno Clubs im Dorian Gray, Zoth Ommog und Zyx Records – die Anfänge meiner Affinität zu Elektro und EBM. Aber genug aus der Vergangenheit - Die Gegenwart ist mit Corporate Power von RR aktuell. Was RaHen da aus dem Hut gezaubert hat kann sich durchaus hören lassen. Ganz stark startet gleich der erste Track „Crying“. Nach ein paarmal hören hat er bereits absoluter Ohrwurmcharakter und ist daher auch der beste Song des Albums. Ebenso gut gelungen ist „War For Peace“ und „Don’t Let Go“. Dagegen ist „Love“ – stilistisch ganz anders, weniger poppig und etwas düsterer. Er gehört für mich auch noch zu den richtig guten Tracks. Er ist auch der Einzige, der in die Kategorie EBM gehört. Denn generell lässt sich das Album eher in die Sparte Synthpop und Elektro einordnen. Wer gerne mal reinhören möchte, für den bietet das offizielle Youtube Preview des Albums einen sehr guten Überblick.



Dennoch gibt es auch etwas Kritik. Der allgemein zu brave – poppige Grundcharakter der Songs oft kombiniert mit eintönig hinterlegtem Drumcomputer macht zwar alles vordergründig angenehm hörbar bietet aber wenig Ecken und Kanten um in die Musik einzutauchen – quasi leichte Unterhaltung. Vielleicht lässt sich das durch die soften Wurzeln von RR aus den 80 erklären - Aber es muss ja auch nicht immer schwere Kost sein – das Album gefällt mir in Summe trotzdem gut.

Fazit – für dieses gelungene Comeback gibt es 7 von 10 Punkten (7/10).

Link zur RR Webseite

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