Donnerstag, 19. September 2013

Check - Covenant – Leaving Baylon



Check - Covenant – Leaving Baylon

Cool und lässig das war mein erster Eindruck nach dem einmaligen Hören des neuen Werkes von Covenant. Seit mittlerweile fast 30 Jahren im Business gehören Covenant zu den Pionieren im Bereich Electro/Synthpop. Zuletzt hatte die schwedische Band mit wechselnden Bandmitgliedern und Produzenten zu kämpfen. Eskil Simonsson ist und bleibt Mittelpunkt, Stimme und Gesicht von Covenant.

Ein wenig hat man den Eindruck besinnt sich die Band mit dem aktuellen Werk auf ihre Wurzeln, und das tut den meisten Stücken gut. Vielleicht fehlt in Summe der ganz große Hit aber „Prime Movers“ oder das bereits vorab ausgekoppelte „Last Dance“ haben durchaus Ohrwurmcharakter und brillieren durch die Covenant eigene unterkühlt melancholische Stimme sowie eingängigen lässige Synthi Rhythmen. Fast noch eine Spur cooler mit Trance-Effekt der Track „Auto Circulation“. Erwähnenswert auch „Not to be here“ – mal ganz anders - eine gelungene und schöne Ballade.

Fazit: Wer Covenant mag kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Ein gelungenes Album in das man sich schnell reinhört ohne dass es langweilig wird. – von mir gibt es (8/10)

 Janus Cyberblog

Montag, 19. August 2013

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Montag, 12. August 2013

Rezension - MONO INC - Nimmermehr



Rezension - MONO INC - Nimmermehr
 Wieder einmal ein Album das separiert. An sich sehr eingängig und gefällig. Die meisten Songs passen gut zusammen, sind abwechslungsreich, gelegentlich mit harten knackigen Gitarrenriffs unterlegt „The Clocks ticks on“ ergänzt von langsamen gefühlvollen Balladen wie "alles was bleibt". Mehr als auf früheren Alben wird in Deutsch gesungen. Alles etwas weicher und softer umgesetzt mit Stilmitteln wie Streicher und Kinderchor um große Emotionen zu vermitteln.

 Moment… ja das kommt einem doch irgendwie bekannt vor. Den abgelutschten Vergleich mit UH mag ich schon gar nicht mehr erwähnen und doch drängt sich dieser Gedanke auf. Bestes Beispiel hierfür ist der seichte Schlagerrock „kein Weg zu weit“. Laut Webseite wird Gewalt in der Familie thematisiert- sicherlich ein ernstzunehmendes Thema – aber beim inhaltlichen Hören des Liedes wäre ich darauf nicht gekommen. Joachim Witt als prominenter Gastsänger unterstützt labelübergreifend (SONY BMG – Tochter SPV) in diesem Werk markant. Und die Marketingstrategen der Plattenfirma fädeln noch schnell einen werbewirksamen Deal mit Bild.de ein um die nötige Massenaufmerksamkeit zu dieser Thematik sicherzustellen. So funktioniert Marketing heute.

 kurzer Eindruck - hier das Offizielle Video zu "kein Weg zu weit"   

 Jetzt könnte man philosophieren ob es zumindest MONO INC wie auf deren Webseite publiziert darum geht den eigenen Bekanntheitsgrad zu nutzen um ein sensibles Thema zu anzusprechen. Oder ist das Ziel doch eher über soziale Themen den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigen wie es im Prinzip Unheilig vorgemacht hat. Auf jeden Fall bleibt ein Beigeschmack wenn die Musik um die es eigentlich geht nicht mehr im Vordergrund steht. MONO INC hatte es bisher nicht nötig andere Prioritäten zu setzen. In Summe driftet mir MONO INC gerade bei den deutschsprachigen Titeln zu deutlich ins banale, schlagerhafte ab. Nur noch bei wenigen Stücken vermag ich den Geist und das Karma der einstigen Gothic Rock Band zu vernehmen. Fehlt nur noch, dass sie jetzt auch noch deutsche Kinderlieder singen. ;-).
Bei „Heile , Heile Segen“ bin ich mir daher auch noch nicht sicher ob der Ohrwurmcharakter überwiegt oder doch nur ein peinliches Mitgröllied entstanden ist.

 Fazit: Nach Voices of Doom (2009), Viva Hades (2011) und After the War (2012) liefert MONO INC für mich mit NIMMERMEHR das bisher schwächste Album ab. Das heißt nicht, dass dieses Album nicht erfolgreich werden wird. Vom Gegenteil ist auszugehen. Es ist auch nicht schlecht in seiner Art und Umsetzung jedoch in der Tendenz einfach nicht mehr meine Musik. Daher bewerte ich mit (6/10).

 Janus Cyberblog

Freitag, 26. Juli 2013

IX Amphi am 21/22.7.13 in Köln am Tanzbrunnen

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IX Amphi am 21/22.7.13 in Köln am Tanzbrunnen.
 Es war sehr heiß und damit meine ich nicht nur die Temperaturen. Traumhaftes Wetter begleitete die schwarze Szene das ganze Wochenende bei super Musik an den Rheinterassen. Alle Stilrichtungen waren vertreten - mit vielen Facetten - vereint in schwarz und doch jeweils individuell. Trotz der vielen schwarzen Outfits allerdings nie düster oder langweilig. Anders sein lautete die Devise, die bei vielen im Vordergrund stand. Das sah man auch an den vielen phantasievollen schrillen, farbenfrohen bis künstlerischen Outfits.

Was unterscheidet das Amphi von anderen Festivals?- Der Kölner Tanzbrunnen – eine Top Location - inmitten der grandiosen Kulisse einer Großstadt - der Kölner Dom zum Greifen nahe. Auffällig ist das internationale Publikum, sehr viele Sprachen sind zu hören, aus über 30 Nationen sollen Besucher angereist sein - Das Amphi ist ein internationales bekanntes Aushängeschild der deutschen schwarzen Szene geworden. Die Gastronomiepreise sind ein oft angeführter Kritikpunkt. Gerade bei den Getränkepreisen wird dies sehr deutlich, aber das ist der Preis für die Top Location Kölner Tanzbrunnen. Mit mittlerweile 16.000 Besuchern pro Festivaltag ist auch die Kapazitätsgrenze erreicht - mehr gibt das Gelände nicht her. Mittlerweile ist alles sehr professionell organisiert und gut eingespielt. Das Amphi ist in allen Belangen erwachsen geworden. Verbleibende Kritikpunkte werden erhört und auch umgesetzt, wie zum Beispiel deutlich mehr „Trinkwasserstellen“ im Vergleich zu 2012. Bei diesen Temperaturen waren diese auch dringend notwendig und wurden rege frequentiert. Wie auch die letzten Jahre spielten zwei Acts nahezu zeitgleich outdoor auf der Hauptbühne sowie indoor im Staatenhaus. Über 40 Bands und Acts präsentierten sich auf den Bühnen. Ob man nun auf Electro, EBM, Gothic-Rock, Mittelalter, Industrial, NDH steht - für jeden war wieder etwas mit dabei.

Schwierig wurde es wenn zwei Favorits parallel auftraten. Da wir zu viert waren konnten wir uns aufteilen um weitestgehend Fotos und Eindrücke von allen zu erhalten. Und wenn mal doch nichts dabei war, bot sich immer noch die Shoppingrunde, ein Besuch des Strandclubs am Rheinufer oder das interessante Rahmenprogramm im Theater als willkommene Abwechslung an.

 Bands:
(Berichte noch nicht ganz komplett – weitere folgen die Tage): Wir mussten uns ganz schön beeilen, um rechtzeitig zum Auftritt von Stahlmann in Köln zu sein. Doch die Eile hat sich in jeder Beziehung gelohnt. Gut gelaunt, spielfreudig und stahl-gebrannt wie immer zeigten sich die Jungs um Frontmann Mart von ihrer besten Seite. Rockig, brachial, laut - in bester NDH Manier wurden eingängige Reißer des kürzlich veröffentlichten Albums ADAMANT zelebriert. Solide, gute Handarbeit, kernig präsentiert. Das Publikum ließ sich einnehmen und dankte mit Begeisterung
Gleich danach ging's mit Solitary Experiments weiter. Auf der Bühne erschienen jedoch drei adrette Damen in ordentlich gebügelten roten Blusen. Man hätte sich wundern können warum die 'Sängerin' über eine solche männliche Stimme verfügt. Nach Lied 1 war es dann mit dem Verwirrspiel auch schon wieder vorbei und es erschienen die richtigen Rothemdträger auf der Bühne. Die Elektroniker aus dem Osten der Republik präsentierte einige ihrer Klassiker wie 'rise and fall' oder 'immortal' getragen von der wunderbaren Stimme von Dennis Schober.
Auch 2013 durfte Alex Weselsky als Dauerbrenner nicht beim Amphi fehlen. Allerdings schmuggelte er sich diesmal nicht als Eisbrecher (wie auch bei den Temperaturen) ein, sondern hatte seine Brüder im Geiste mit auf die Bühne genommen. Die Herren im besten Mannesalter formieren unter dem Namen Wesselsky. Musikalisch wurden hauptsächlich alte Megahertz Songs aufgetischt, etwas neu interpretiert in bester Hausmusik Manier. Herr Weselsky hatte offensichtlich einen Riesen Spaß und verstand wie immer sein Publikum bestens zu unterhalten.
Wer Agonize schon mal live erlebt hat wird sich daran dauerhaft erinnern. Die Berliner Jungs Mike, Oliver und Chris wurden auch diesmal wieder allen Erwartungen gerecht. Knallharte Beats – verzerrte Klänge und ein mitreißender Rhythmus ließen einen unweigerlich tanzen. Zudem die üblich blutige Show durch die man den ganzen Tag noch alle Besucher identifizieren konnte die sich in den ersten 20 Reihen aufgehalten hatten.
 VNV Nation war für mich wieder einmal das absolute Highlight des gesamten Festivals. Ronan Harris schaffte es erneut mit seiner Frohnatur seine Fangemeinde zu vereinnahmen. Man sieht ihm richtig an dass er Spaß bei der Sache hat und das kommt auch bei den Zuschauern an. Tolle Musik zum Tanzen, eintauchen und mitsingen.
Nein – ich habe kein Herz…. Damit hat uns [X]-RX schon auf dem E-Trololis in Berlin begeistert. Die Jungs sehen immer aus als hätten Sie bei Agonize die Blutdusche in der ersten Reihe miterlebt. Musikalisch sind sie im Bereich Indistrial Electro eine feste Größe geworden. Einfach mitreißend ...... Sonntagmorgen hieß es früh raus aus den Federn und schnell los.
Chrom war bereits für 11:50 angesagt. Chrom ist nach erfolgreichem Debüt als Vorgruppe von Blutegel keine unbekannte Größe mehr. Inzwischen deutlich souveräner geworden, wussten Chris und Tom ihre Zuhörer aufs feinste zu unterhalten. Einfach zum davonschweben und träumen. Macht weiter so!
 Ja die Anne Clark ist nicht mehr ganz frisch, ist auch nicht ganz einfach wenn man seit fast 40 Jahren im Geschäft ist. Ich glaube alles was unter 30 ist kann damit nicht mehr viel anfangen. Entsprechend übersichtlich war das Staatenhaus gefüllt. Mir hat es trotzdem gut gefallen, wohl auch weil ich die Songs noch alle von früher kenne. Ihre melancholische Stimme zu den tanzbaren Rhythmen hat seinen Reiz

Hier nochmal der Link zu den Fotos - Amphi 2013:


Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei meinem „Team“ bedanken, dass bei Berichten und Fotos unterstützend aktiv war. Vielleicht lässt Elmar ja nächstes Jahr ein gelbes Bändchen springen, damit auch die Band-Fotos aus dem Staatenhaus was werden ;-). Danke auch an gorge-photos.com, der mir ein tolles neues Profilfoto beschert hat. Juli 2014 feiert das Amphi sein 10. Jähriges – wir freuen uns schon auf das Jubiläum und werden mit Sicherheit mit dabei sein.

Janus Cyberblog

Dienstag, 23. Juli 2013

Amphi 2013 Fotos


AMPHI 2013 - 
Da war es wieder - eins der jährlichen Highlights - fand dieses Wochenende bei traumhaftem Sonnenschein in Köln statt. Ich werde die Tage noch einen ausführlichen Bericht folgen lassen -
Vorab schon mal ein paar Fotos - Amphi 2013:
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Freitag, 28. Juni 2013

Check - Ruined Conflict - A.R.M.O.R.


  Check - Ruined Conflict - A.R.M.O.R.

Ruined Conflict besteht seit 2011 aus Xavier Morales (Gesang) und Eric Holzer (Synthesizer). Sie waren mir bis jetzt kein Begriff und entsprechend hatte ich an die Hörprobe auch keine großen Erwartungen. Bereits kurz nach dem Anspielen verschiedener Tracks war jedoch meine Aufmerksamkeit geweckt. Vom Stil, Rhythmus und sogar die Art des Gesangs erinnert alles ein wenig an VNV Nation - teilweise sogar verblüffend ähnlich.
Ich mag diese Mischung aus harten aber sehr gut tanzbaren Beats, dezenten Melodien und markanten Sprechgesang. Die einzelnen Tracks sind handwerklich gut gemacht und bieten innerhalb des Stils viel Abwechslung. Selbst die langsameren Balladen erzielen ihre Wirkung und runden das Gesamtwerk harmonisch ab. Man merkt, dass die Jungs aus Cleveland, Ohio mit Herzblut bei der Sache sind. Besonders gut gelungen finde ich die Songs „United We Stand and Fall“ „Impulse“ „Until the End“ und „Failure“. Beachtlich ist, dass ich keinen negativen Ausreißer benennen kann. Die CD lässt sich von Anfang bis zum Ende gut durchhören.


 Hier könnt ihr Euch schon mal einen Eindruck verschaffen.

Erwähnenswert ist noch, dass die Band noch bei keinen Label unter Vertrag ist, was mich einigermaßen verwundert denn ich sehe auf jeden Fall großes Potential.

 Fazit: Wer VNV mag dem wird auch Ruined Conflict gefallen - vielleicht haben sie noch nicht die Perfektion und Ausstrahlung wie das Original aber doch so, dass man beim Hören Spaß am Plagiat hat. Meine Wertung (8/10).

 Janus Cyberblog

Mittwoch, 5. Juni 2013

Check - SIVA SIX - Superstition


 
SIVA SIX - Superstition
 SIVA SIX sind hierzulande noch weitestgehend unbekannt . Das griechische Duo („Z“ und „Herr Khaos“) besteht bereits seit 2005 und hat seither 4 Alben veröffentlicht. Die aktuelle EP Superstition enthält 15 Tracks mit insgesamt 68min Laufzeit wobei es sich neben einigen neuen Songs weitestgehend um Remixe des Albums „The Twin Moons“ von 2011 handelt.
 Die EP ist auf 250 physische Exemplare limitiert, von denen nochmals 50 mit Blut handsigniert sind. Als Idee nicht neu, aber zu dieser Band sehr passend. Thematisch lässt sich die Musik von Siva Six aufgrund einer enormen Vielfalt nicht eindeutig einordnen. Irgendwo zwischen Dark-Metal, EBM, Industrial und Harsh Electro wird man fünfig. Ein weites Feld aber sie schaffen es jedenTrack stimmig und abwechslungsreich umzusetzen. Dabei bewahren Sie in allen Bereichen einen eigenen Stil. Die Remixe machen die Tracks extrem tanzbar erhalten aber gleichermaßen ihre schwarze Seele.
Eine gefährliche Mischung. Die besten Tracks der aktuellen EP sind für mich : Superstition, Angels of the nine (remixed by Incubite), Serpent whore (remixed by Beauti Mortui) und Valley of the shadows (remixed by Headshock).
 Einen guten Eindruck vermittelt das Video von Valley of the shadows:
 

 Für mich ist SIVA SIX ein absoluter Geheimtipp – und ich würde mich freuen sie mal auf einem Festival zu sehen. Solange erfreue ich mich an der neuen EP – und werte mit 8/10 Punkten.

 Janus Cyberblog